FSLogix Suite für Jedermann – Update

Da entdeckt man in der Montagmorgen-Lektüre doch glatt, dass nach dem FSLogix Aufkauf von Microsoft absofort jeder (mit RDS-CAL / RDS-SAL / VDA / Windows Virtual Desktop) die komplette Suite nutzen kann.

Update bzw. aktuelles zur Nutzung der FSLogix Suite vom 01.07.2019: https://blog.fslogix.com/fslogix-customer-faq / https://www.microsoft.com/en-us/microsoft-365/blog/2019/07/01/improving-office-app-experience-virtual-environments/

Hier noch der Link zur Microsoft Dokumentation: https://docs.microsoft.com/en-us/fslogix/

Scott Manchester, Group Manager RDS Microsoft, dazu auf Twitter:

Who will be entitled to #FSLogix? Anyone with an RDS-CAL, RDS-SAL, VDA, or WVD entitlement. Use the full suite for on-prem or in the cloud. #WVD

https://twitter.com/RDS4U/status/1108719908647563270

Die FSLogix Full Suite beinhaltet unter Anderem:

Hier schonmal das Microsoft Doc zur Einrichtung unter der Windows Virtual Desktop Preview: https://docs.microsoft.com/en-us/azure/virtual-desktop/create-host-pools-user-profile

Zu erst am 25.03.2019 veröffentlicht / Update am 02.07.2019

Exchange Juni Updates bereitgestellt

Heute hat der Exchange Team Blog die neuen vierteljährlichen Updates für Exchange 2019 (CU2) und Exchange Server 2016 (CU13) vorgestellt.

Was gibts Neues:

Important:  To avoid a setup failure, it is necessary to install the Visual C++ 2012 runtime before installing the updates released today on Edge role if not already present.

Mit der neuen Funktion der „kontrollierten Verbindungen zu öffentlichen Ordnern“ (Controlled Connections to Public Folders) kann das Microsoft Outlook des Users daran gehindert werden, sich mit den öffentlichen Ordnern zu verbinden. Zum Einen lassen sich so in sehr großen Exchange Organisationen ggfs. die Verbindungslimits zu Public Folder Mailboxen besser skalieren. Zum Anderen ist es jetzt möglich für zusätzliche Exchange Konten im Outlook die „doppelten“ öffentlichen Ordner nicht anzuzeigen.

Damit jetzt nicht pro weiterem eingebundenen Exchangekonto die öffentlichen Ordner auftauchen, sollte als Erstes allen Benutzern der Zugriff auf die Public Folders erlaubt werden, dann die Organisationskonfiguration angepasst und zum Schluss den „Funktionspostfächern“ mit Vollzugriff der Zugriff auf die öffentlichen Ordner entzogen werden.

Get-CASMailbox | Set-CASMailbox -PublicFolderClientAccess:$true
Set-OrganizationConfig -PublicFolderShowClientControl:$true
Set-CASMailbox Administrator -PublicFolderClientAccess:$false

Windows Login mit Mehr-Faktor-Authentifizierung absichern

Im dritten Part zur Mehr-Faktor-Authentifizierung (Part I / Part II) geht es um den RCDevs OpenOTP Credentials Provider zur Absicherung des Windows Logins mit einem weiteren Faktor / One Time Password.

Damit der Windows Login mit einem entsprechendem zweiten Faktor geschützt werden kann, muss als erstes der passende Credential Provider heruntergeladen werden:

Weiter geht es mit der Installation des OpenOTP Credential Provider. Dazu das entsprechende ZIP entpacken und das MSI Paket per Doppelklick öffnen:

  • Der „Welcome Screen“ wird mit „Next“ bestätigt
  • Die EULA wird natürlich gelesen und akzeptiert -> „Next“
  • Für den ersten Test empfiehlt es sich den „Default provider“ nicht zu installieren -> „Next“
  • Im nächsten Step den Primary Server mit „https://<IP / FQDN der Appliance>:8443/openotp“ konfigurieren und evtl. den „Request Timeout“ anpassen -> „Next“
  • Authentication Form
    • Simple: Erst werden Benutzername und Passwort eingegeben; Im nächsten Schritt der zweite Faktor
    • Normal: Auf dem Anmeldebildschirm gibt es drei Felder (Benutzername, Passwort und Einmalpasswort)
  • Die ersten „Advanced Settings“ können mit den Standardeinstellungen übernommen werden -> „Next“
  • Die zweiten „Advanced Settings“ sollten ggfs. angepasst werden, damit ebenfalls der RDP Zugriff geschützt wird bzw. ein Offline Login* (z.B. am Notebook) ermöglicht werden kann -> „Next“
  • „Install“ -> „Finish“

*Offline Login: Damit der Offline Login am Notebook funktioniert müssen zwei Bedingungen erfüllt sein!

  1. Es müssen „Push Tokens“ genutzt werden!
  2. Eine Anmeldung muss „online“ mit erreichbarem OpenOTP Server erfolgen!

Damit der erste Test durchgeführt werden kann, muss sich vom System abgemeldet werden. Nach erfolgter Abmeldung begrüßt uns der „OpenOTP Login“. Wie an dieser Stelle zu sehen ist, macht es später in einer produktiven Umgebung wenig Sinn den „Default provider“ zu deaktivieren. Ein Klick auf „Anderer Benutzer“ würde reichen, um sich ohne den zweiten Faktor anzumelden.

Damit sich an diesem Server / dieser Workstation nur noch per Multi-Faktor-Authentifizierung angemeldet werden kann, muss die Installation angepasst werden und der „Default provider“ installiert werden. Dazu die installierten Programme- und Features anzeigen, den „OpenOTP-CP“ Einträg wählen sowie auf „Ändern“ klicken. Jetzt wird lediglich der „Defaul provider“ aktiviert. Der Rest der Konfiugration bleibt identisch. Was passiert hier? Der folgende Registry Schlüssek wird angelegt und der „Standard Key“ auf den OpenOTPCredentialProviderFilter gesetzt:

Windows Registry Editor Version 5.00


[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Authentication\Credential Provider Filters{5AE8C610-7541-4FF8-9845-C363410D574C}]
@=“OpenOTPCredentialProviderFilter“

Registry

Ab diesem Zeitpunkt sind nur noch Anmeldungen mit registrierten OpenOTP Usern möglich! Um den „Default provider“ wieder zu deaktivieren, reicht es aus den o.g. Registry Schlüssel zu löschen. Z.B. per Gruppenrichtlinien Registry Einstellung. Computer Startu-Up Script oder im abgesicherten Modus. Um die Änderung des „Default providers“ auch im abgesicherten Modus zu deaktivieren, muss ein weiterer Registry Key gesetzt werden:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Authentication\Credential Providers]
„ProhibitFallbacks“=dword:1

Registy

Aufgehoben wird das Erzwingen des „Default providers“ mit folgendem Schlüssel erneut z.B. per GPO Registry Einstellung oder Computer Start-Up Script:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Authentication\Credential Providers]
„ProhibitFallbacks“=-

Registry